Linearaktuator

Wird durch die Integration von Wandlerelementen im eigentlichen Motoraufbau eines Schrittmotors die Drehbewegung der Rotorwelle in eine lineare Bewegung geändert, wird das neue Erzeugnis mit dem Begriff Linearaktuator gekennzeichnet.

Es gibt drei grundsätzliche Ausführungen einer solchen Bewegungswandlung mit Schrittmotoren.

 

Linearaktuator - Baureihe LA 70.0000

In einer ersten Ausführung ist der äußere Teil der Rotorwelle, in einer vom Anwender geforderten Länge, mit einem gewünschten Gewinde versehen. Die lineare Verschiebung erfolgt durch die Bewegung einer geeignet geformten und gegen Verdrehen im Anwendungsfall gesicherten Mutter auf dem Wellengewinde.

Die Länge der Rotorwelle mit Gewinde ist dabei nur durch das Motormoment und die Abstützung im Anwendungsfall, einschließlich der zulässigen Durchbiegung der Gewindespindel, begrenzt.

 

Linearaktuator - Baureihe LA 71.0000

In einer zweiten Ausführung ist die Rotorwelle als Hohlwelle mit integriertem Gewinde ausgeführt. Die lineare Bewegung erfolgt durch eine in der Länge „unbegrenzte" und nur im Anwendungsfall gegen Verdrehen und Durchbiegung gesicherte Spindel.

Als Sonderlösungen sind auch Ausführungen mit im/am Schrittmotor integrierter Verdrehsicherung technisch möglich.

 

Linearaktuator - Baureihe LA 72.0000

In einer dritten Ausführung besitzt der Schrittmotor mit Gewinde auf der Rotorwelle definierter Länge bereits eine integrierte Verdrehsicherung. Ein verschiebbares Element begrenzter Länge wird auf dem Gewinde der Rotorwelle bewegt. Eine definierte Staffelung der Verschiebelänge, bezeichnet als Hub, ist möglich. Gegenwärtig kann bei MICROSTEP-Linearaktuatoren dieses Typs ein Hub von 60 mm realisiert werden.